Immer eine Fahrt wert, die plattdeutschen Veranstaltungen in Lichtwarksaal in Hamburg.

Plattdeutsche Veranstaltungen in Hamburg!

Die Carl-Toepfer-Stiftung lädt im ersten Halbjahr 2023 ein. Es gibt viele plattdeutsche Veranstaltungen in Hamburg mit Musik, Diskussionsrunden sowie Geschichten- und Lyrikabenden in die Neanderstraße 22 ein. Lesen, singen, musizieren – das niederdeutsche Angebot ist bunt und reicht von Disskussionen über die Sprache, Orchideensuche in Südamerika, Platt in guten und in schlechten Zeiten und vieles mehr ein:

Wakanki – de Tronen vun de Inkaprinzess – Orchideensuche in Peru

9.2., 18 Uhr im Lichtwarksaal

De Chachapoya, de Wulkenminschen as se sick sülben nömt, levden all wiet vör de Inkatied in Nordperu. Vun Land un Lüüd un jemehr Burg Kuelap un ganz veel Natur vertellt de bekannte Orchideen-Spezialist Wolf Baus in sien Billervördrag – und zaubert uns mit seinem Wissen über Orchideen dann Frühling und Farben in den grauen Hamburger Winter!

»Es geht eine dunkle Wolk herein«

Hoch- und plattdeutsche Lieder und Texte gegen den Krieg

9.3., 19 Uhr im Lichtwarksaal

Texte zum Thema Krieg haben leider eine lange Tradition: Warnung, Verarbeitung, Deutung, Trauer und auch Trost finden Niederschlag in aufwühlenden und deutlichen Worten, die fassungslos machen können. Schönheit und Präzision der Sprache haben hierbei eine besondere Aufgabe – nicht Unterhaltung und Zerstreuung, sondern Mahnung und Erinnerung. Die vorgetragenen Lieder und Texte auf Hoch und Platt zeigen dies eindringlich.

Es lesen, singen, musizieren: Lara und Christoph Scheffler, Heiko Thomsen, Valerii Dovhaliuk.

Plattdeutsch – Kunstsprache, Alltagssprache, tote Sprache?

Hamburger Gespräche über „richtiges“ Platt

29.3., 19 Uhr im Lichtwarksaal

In Hamburg spricht man Platt. Ist das so? Und wenn ja, wie lange noch? Und welches Platt? Wie steht es um das Platt, das in und um Hamburg gesprochen, gelesen, geschrieben, gehört und gesungen wird? Ist es vielleicht sogar eine Chance, dass verschiedene Menschen verschiedene Vorstellungen von dem „richtigen“ Platt haben?

An vier Abenden soll mit Plattschnackern, Künstlern, Wissenschaftlern und Politikern darüber diskutiert werden – und natürlich mit Ihnen!

Abend 1: Literatur, Lesung und Lied

Geht anspruchsvolle plattdeutsche Sprache am Publikum vorbei? Für wen schreiben Autoren? Gibt es eine moderne plattdeutsche Literatursprache? Ist das das „richtige“ Platt?

Gäste sind Christoph Scheffler, Peer-Marten Scheller, Bolko Bullerdiek.

Parlez-vous Platt?

13.4., 18 Uhr im Lichtwarksaal

Platt ist das Französisch des Nordens! Das finden die Hamburger Musiker Wiebke Colmorgen und Hardy Kayser. In ihren plattdeutschen Liedern erzählen sie Geschichte, z.B. von Hein Daddel, dem Döösbaddel, oder über das wunderschöne Wort „vigeliensch“. Hardy Kayser ist als freischaffender Gitarrist und Komponist u.a. für Annett Louisan und Ina Müller tätig. Sängerin und Autorin Wiebke Colmorgen ist u.a. bei den Narichten op Platt bei NDR 90,3 zu hören. Sie präsentieren Lieder ihrer Werke „Plattkinner“ und „Plattplatte“. Musikalische Begleitung: Carsten von Stanislawski (Gitarre) und Clara Kayser (Gesang).

Plattdeutsch – Kunstsprache, Alltagssprache, tote Sprache?

Hamburger Gespräche über „richtiges“ Platt    

26.4., 19 Uhr im Lichtwarksaal

Abend 2: Theater, Internet und Radio

Wie massentauglich kann Plattdeutsch sein? Lehnwörter, Fremdwörter oder Platt um jeden Preis? Hören und lesen wir auf der Bühne und im Äther „richtiges“ Platt?

Zu Gast sind NDR90,3-Moderator Jürgen Fitschen, Plattfluencerin Hilka Jeworrek (@_ballerdutje_) und Schauspieler Christian Richard Bauer.

Lesung mit Wolfgang Müns und Benita Brunnert:  To Pingsten, ach wie scheun

2.5., 18 Uhr im Lichtwarksaal

– dieses seit über 100 Jahren bekannte Hamburger Couplet verdrängte andere plattdeutsche Gedichte und Prosastücke zum Pfingstfest. Proben dieser inzwischen unbekannteren, aber hochinteressanten, inhalts- und spannungsreichen „Pfingstdichtung“, u.a. von Hertha Borchert, Hermann Claudius, Rudolf Tarnow und Paul Schurek sollen zu Gehör kommen wie ebenso plattdeutsche Gedichte und Prosastücke, die sich um das Osterfest ranken.

Lars & Timpe: Loot Di man Tiet

24.5., 18 Uhr im Lichtwarksaal

Lars-Luis Linek und Wolfgang Timpe haben sich 1981 als Studiomusiker kennengelernt und sind sich immer wieder bei Produktionen im Studio begegnet.

Ihr Programm “Loot di man Tiet” ist soeben fertiggestellt und nun präsentieren die beiden ihr Repertoire von der dänischen Grenze bis zum Harz und von Ostfriesland bis Mecklenburg-Vorpommern. Frech und unkonventionell besingen sie norddeutsche Wurzeln und Liebe zur Waterkant. In jedem Fall ist bei einem Konzertbesuch gute Laune und beste Unterhaltung garantiert. Das Motto ist und bleibt: “Loot Di man Tiet“ – mit Blues und Buscherump!

Plattdeutsch – Kunstsprache, Alltagssprache, tote Sprache?

Hamburger Gespräche über „richtiges“ Platt

31.5., 19 Uhr im Lichtwarksaal

Abend 3: Kring, Sprachkurs und Verein

Wer will heute Platt lernen? Wie bewegen wir die Menschen zum Sprechen? Welches Platt spricht die nächste Aktiven-Generation? Können die noch „richtig“ Platt?

Gäste sind u.a. Sylvia Pein-Dethloff und Heiko Thomsen.

Plattdeutsch – Kunstsprache, Alltagssprache, tote Sprache?

Hamburger Gespräche über „richtiges“ Platt

21.6., 19 Uhr im Lichtwarksaal

Abend 4: Wissenschaft, Kirche und Politik

Können wir Platt verordnen? Wie geht der Weg von Grundschulplatt zum Hochschulplatt? Ist Platt in Hamburg messbar? Geht Platt ins Herz? Wie wichtig ist überhaupt die Frage nach dem „richtigen“ Platt?

Anmmeldung auf der Homepage der Carl-Toepfer-Stiftung:

Wenn das nicht möglich ist, melden Sie sich bitte an unter 040/46001907.