Hip-Hop Workshop op platt!

Pressemitteilung: Offener Kanal Westküste (auf Hinweis des Schleswig-.Holsteinischen Heimatbundes); Bildnachweis: Plattdeutsches Zentrum Mölln, Fotograf: Florian Klein

Heide – Mit norddeutschen Bands wie „De Fofftig Penns“ und „Fettes Brot“ hat der Hip-Hop, der eigentlich in Großstädten zuhause ist, mittlerweile auch in der niederdeutschen Szene Fuß gefasst und bringt neuen Schwung in die plattdeutsche Sprache. Die Musiker beweisen, wie lebendig und modern das Niederdeutsche klingen kann.

In einem Workshop am Wochenende 13./14. November will der Kieler Hip-Hopper LPP 143 alias Joachim Südekum, in Kooperation mit dem Offenen Kanal Westküste als regionalem Bürgersender und dem plattdeutschen Zentrum Holstein Jugendlichen die Grundlagen des Hip-Hops vermitteln. Es werden eigene Texte von den Teilnehmenden auf plattdeutsch geschrieben, vertont und aufgenommen. Die Ergebnisse werden als CD für jeden sowie als Radiosendung im Offenen Kanal Westküste dokumentiert.

Hip-Hop ist eine kulturelle Bewegung aus Rap, Breakdance, DJing und Graffiti, die ihre Ursprünge in den afroamerikanischen Ghettos New York Citys der 1970er-Jahre hatte und sich seitdem zu einer weltweiten Subkultur der urbanen Jugend (Jugendkultur) entwickelt hat. Hier wie in den USA hat HipHop eine Welle der Kreativität ausgelöst und sich zu einem Lebensgefühl entwickelt. Auch in Deutschland steht seit den 1990er-Jahren Hip-Hop für eine Musik, in der vor allem jene zu Wort kommen, die die durchgestylte Popwelt der 1980er-Jahre außen vor ließ – die Vertreter der vielen lokalen Musikszenen im Lande, die bis dahin fernab vom Mediengeschehen agierten, Jugendliche aus den sozialen Problemzonen der Städte oder ethnische Minderheiten wie die türkischstämmigen Jugendlichen in Deutschland.

Teilnehmen können Jugendliche ab 12 Jahren. Anmeldungen bis zum 5. November unter seminar@okwestkueste.de oder Telefon: 0481 3333